„Wie fit fühle ich mich heute?“, „Wie viel darf ein T-Shirt kosten?“ oder „Was ist eigentlich das Ziel des Wirtschaftens?“ – mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich die Schüler*innen der 5. Klassen im Rahmen eines spannenden Workshops zur Gemeinwohl-Ökonomie.

Gemeinsam wurde erkundet, wie wirtschaftliches Handeln unser Leben beeinflusst und welche Auswirkungen Konsum, Produktion und Ressourcenverbrauch auf Menschen und Umwelt haben. Besonders in Erinnerung blieb dabei das Ressourcenspiel, das die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlicher Tätigkeit, erneuerbaren und nicht erneuerbaren Ressourcen sowie der weltweiten Ungleichverteilung von Vermögen und Chancen auf anschauliche und spielerische Weise verdeutlichte.

Die Aussagen der Schüler*innen zeigen, wie intensiv sie sich mit den Themen auseinandergesetzt haben:

„Man kann nicht NUR reich werden, es hat auch immer mehr Auswirkungen.“

„Ihr konsumiert unsere Produkte – wer ist also in der Verantwortung?“

„Man merkt, dass sich das Tun von UnternehmerInnen auf einen auswirkt – ohne dass man selbst etwas macht.“

Darüber hinaus wurde erarbeitet, warum die Auslagerung von Kosten auf die Allgemeinheit – beispielsweise in Form von Umweltbelastungen – oft wirtschaftliche Vorteile bringt und weshalb verantwortungsvolles Handeln im derzeitigen Wirtschaftssystem nicht immer belohnt wird.

Zum Abschluss richtete sich der Blick auf mögliche Alternativen und positive Entwicklungen. Die Schüler*innen lernten das Konzept der Gemeinwohl-Bilanz kennen. Diese könnte Konsumentinnen und Konsumenten dabei unterstützen, Unternehmen nicht nur nach Preis und Gewinn, sondern auch nach ihren gesellschaftlichen Leistungen zu bewerten. Dabei stehen Werte wie

  • Menschenwürde
  • Solidarität und Gerechtigkeit
  • Ökologische Nachhaltigkeit
  • Transparenz und Mitentscheidung
  • im Mittelpunkt.

Der Workshop regte zum Nachdenken an und zeigte eindrucksvoll, dass wirtschaftliche Entscheidungen weitreichende Auswirkungen haben – und dass jede und jeder Einzelne durch bewusstes Handeln zur Gestaltung einer gerechteren und nachhaltigeren Zukunft beitragen kann.

Spannendes Detail am Rande: Finanziert wurde der Workshop durch Mittel aus dem Projekt der Millionenerbin Marlene Engelhorn, die einen Teil ihres Vermögens nach demokratischen Prinzipien umverteilen ließ.